Theo´s Tipp im Februar 2019

Liebe Gartenfreunde,

Im Januar konnten wir ein seltenes Himmelsereignis beobachten. Der s.g. Blutmond, war am 21. Januar zu sehnen. Hierbei handelte es sich um eine totale Mondfinsternis. Eine Mondfinsternis kann nur bei Vollmond auftreten. Bei Vollmond befindet sich der Mond von der Sonne aus gesehen hinter der Erde. Er wird voll beschienen, auch die Erde wird von der Sonne beschienen und wirft einen Schatten ins Weltall. Wenn der Mond durch diesen Schatten wandert, haben wir eine Mondfinsternis. Blutmond heißt dieser wegen der roten Farbe. Nur langwellige, rote Lichtanteile werden gebrochen und um die Erde geleitet.

In 2019 sorgen Schnee und Eis für winterliche Stimmung. Die Tageszeiten werden aber länger und mit der längeren Sonnenscheindauer steigen auch langsam die Temperaturen. Sobald der Schnee verschwunden ist, können wir mit den ersten Arbeiten im Garten beginnen.

Pflanzflächen, in denen Frühjahrsblüher erwartet werden, sollten wir schon aus praktischen Gründen frühzeitig aufräumen. Denn mit dem Austrieb der Zwiebelblumen wird es schwierig, sich im Beet zu bewegen, ohne dabei die empfindlichen Triebspitzen zu zertreten.

Auch sind die Tage jetzt wieder lang genug, um einige Gemüsearten erfolgreich zur Keimung zu bringen. Im Freien können bei geeignetem Wetter gegen Ende des Monats schon Puffbohnen, Gelbe Rüben, Spinat, Wurzel- und Glatte Petersilie oder Rettiche ausgesät werden. Langsam keimende Pflanzen wie Lauch, Zwiebeln, Erdbeeren oder diverse Kräuter im warmen Zimmer vorkeimen lassen. Dazu die Samen in einer mit feuchtem Sand gefüllten Plastiktüte 2 Tage bei Zimmertemperatur aufbewahren und sie anschließend sofort ausbringen.

Im Obstgarten können die Temperaturunterschiede zwischen sonnigen Tagen und kalten Nächten Frostrisse an Obstbaumstämmen verursachen. Verhindern oder Eindämmen lässt sich das mit einem sogenannten Weißanstrich, der als Schutz vor der Wintersonne dient.

Jetzt ist auch Zeit für einen Obstbaumschnitt. Vieler Orts werden Seminare angeboten.

Ich bringe auch meine Motorgartengeräte und den Rasenmäher jetzt in die Fachwerkstatt zur Durchsicht. Dann sind diese startklar, wenn die Saison wieder losgeht und ich habe keine Wartezeiten und einen entspannten Mechaniker! Ansonsten werde ich auch mal wieder den Schuppen aufräumen.

Das Gold des Gärtners ist der Kompost. Im März und April ist wenig Zeit. Wir können jetzt schon den Kompost in feine und grobe Bestandteile trennen. Dabei helfen uns Durchwurfgitter oder Siebe. Die groben Bestandteile kommen zurück in den Kompost, die feinen lagern wir zwischen, bis wir diese zur Bodenverbesserung benötigen.

Und nicht vergessen. Nicht nur arbeiten. Wie wäre es, den Kindern mal zu zeigen, wie man einen Schneemann baut. Richtig mit Möhrennase und Kohlenaugen.

 

Euer Theo