Theo´s Tipp im Mai 2020

Liebe Gartenfreunde,

Unser Gartenjahr scheint wieder trocken zu werden. Gelegenheit, sich über Maßnahmen Gedanken zu machen.

Wasser ist eine Voraussetzung des Lebens. Ohne Wasser können die chemischen Reaktionen in Tier oder Pflanze nicht stattfinden. Das Leben ist im Wasser entstanden. In unseren Gärten sammelt sich das Wasser in Form von Regen, Schnee, Hagel und Nebel. In unbebauten Gegenden verdunstet 1/3, versickert 1/3 und 1/3 des Niederschlags sammelt sich an der Oberfläche und wird abgeleitet in Bäche und Flüsse.

Unsere Grundstücke sind zum Teil befestigt. Das Wasser, welches hier herunter kommt, steht normalerweise nicht zur Verfügung. Außer man nutzt z.B. eine Regentonne am Abflussohr der Dachrinne. Man muss auch die Auffahrt nicht komplett befestigen, sondern kann das Wasser mit Gittersteinen versickern lassen. Im Garten kann der Gärtner die Versickerung unterstützen, in dem Beete immer gut gehackt sind und keine verschlämmten, verhärteten Bodenschichten vorliegen. Der Verdunstung kann man vorbeugen, indem man den Boden mit Mulch abdeckt. So werden knappe Wasser-Ressourcen intensiv genutzt.

Der Gärtner kann seine Pflanzen daran gewöhnen, dass diese besser mit Trockenheit umgehen können. Die Natur kann sich sehr gut anpassen. Wenn die Pflanzenwurzeln Zeit genug haben, wachsen diese dem Wasser hinterher. Man wundert sich, wie tief Wurzeln wachsen können, wenn der Boden es hergibt. Wer aber immer nur wenig gießt, erzielt eine andere Reaktion der Pflanzen. Die Wurzeln bilden sich an der Oberfläche aus, dort wo das wenige Wasser ist. Wird einmal nicht gegossen, können die Pflanzen nicht mehr reagieren. Wer also gießen muss, soll das lang und ausdauernd tun und nicht nur die Krume benetzen.

Gegossen werden sollte am Morgen. Dann können die Pflanzen über den Tag abtrocknen und Pilze habe keine Chance. Tagsüber verdunstet zu viel Wasser. Und am Abend gießen fördert wie gesagt das Pilzwachstum.

Wichtig zur Vorbeugung ist auch die Auswahl der Pflanzen. Mediterrane Kräuter, wie Salbei und Lavendel kommen mit wenig Wasser gut zurecht. Beim Rasen gibt es Mischungen (z.B. RSM 2.2), die bei Trockenheit gute Erfolge zeigen. Auch Heckenpflanzen reagieren unterschiedlich auf Trockenheit. Anfällig sind z.B. die Lebensbäume. Weniger anfällig z.B. der Weißdorn. Wir können Fehler beim Pflanzen vermeiden. Ich hebe die Pflanzgrube tiefer aus. Dann ist die Erde unter der Pflanze schön locker und die Wurzeln finden schneller Wasser. Um die frisch gepflanzten Pflanzen sollte man Gießmulden anlegen, damit beim Gießen das Wasser nicht wegläuft, sondern über dem Wurzelstock versickert.

Ich denke, wir sollten auch an den Wasserbedarf der Tiere im Garten denken. Vögel lieben ein Vogelbad und auch Säugetiere, wie Igel und Eichhörnchen freuen sich über frisches Wasser. Das Wasser für die Vögel sollte man hoch aufstellen, um die Vögel vor Katzen zu schützen.

Und es wird auch wieder regnen. „Alle Wasser laufen ins Meer, doch wird das Meer nicht voller; an den Ort, da sie her fließen, fließen sie wieder hin“ (Prediger 1, Bibel)

Euer Theo